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	<title>(b)Logbuch &#187; Der Pendler(b)Logbuch</title>
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	<description>Mitschnitte des Alltags</description>
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		<title>Erst aussteigen – dann einsteigen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 20:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche hat Angst. Wie ihm das Schanzen seit 1914 ins Blut übergegangen ist &#8211; seitdem werden zur Urlaubszeit triebhaft die Strände der Nachbarländer und ferner Gestade durch Sandburgen in Rekonstruktionen des Ypernbogens verwandelt &#8211; so hat er seit 1945 Angst auf dem Bahnhof stehen zu bleiben – ein kollektives Trauma der Vertreibung. Sobald ein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche hat Angst. Wie ihm das Schanzen seit 1914 ins Blut übergegangen ist &#8211; seitdem werden zur Urlaubszeit triebhaft die Strände der Nachbarländer und ferner Gestade durch Sandburgen in Rekonstruktionen des Ypernbogens verwandelt &#8211; so hat er seit 1945 Angst auf dem Bahnhof stehen zu bleiben – ein kollektives Trauma der Vertreibung. Sobald ein öffentliches Verkehrsmittel die vorgesehenen Haltezonen erreicht, bilden sich Trauben von Menschen um die Türen. Dem Auststeiger ist es nur durch düsenartige Gassen in diesen Knäueln möglich, ins Freie zu gelangen. Müttern sei es empfohlen, ihre Kinder fest an die Hand zu nehmen, da sie ansonsten wieder durch die einströmenden Menschenhaufen ins Fahrzeuginnere gespült werden. Ältere und Gehbehinderte sollten sich der Hilfe breitschultriger, stiernackiger Aussteiger versichern, da ihnen anderfalls kein Pardon gewährt wird.</p>
<p>Wer hätte Gedacht, daß die Vertreibung uns Deutschen so nachhaltig in unserer Wesenstruktur beeinträchtigt hat. Während der Engländer, da nicht vertrieben worden, geduldig in der Schlange wartet, bis alle Fahrgäste ausgestiegen sind und dann in vollendeter Anmut zügig und nacheinander das Reisegefährt besteigt, türmt sich der Deutsche vor jedem Eingang, um ja mitzukommen.</p>
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		<title>Handyman im Zug</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 20:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist der Name Handy Mist &#8211; typisch verdenglischt. Eigentlich sollte man sie Mobiltelefon oder, wenn schon Englisch, cellular, nennen. Schön war es jedenfalls als es sie noch nicht gab, sondern nur öffentliche Fernsprecher. Gelb, kastig und einigermaßen schalldicht. Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit erinnern, als Mobiltelefone schön selten waren und Spullerköpfe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist der Name Handy Mist &#8211; typisch verdenglischt. Eigentlich sollte man sie Mobiltelefon oder, wenn schon Englisch, cellular, nennen.</p>
<p>Schön war es jedenfalls als es sie noch nicht gab, sondern nur öffentliche Fernsprecher. Gelb, kastig und einigermaßen schalldicht. Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit erinnern, als Mobiltelefone schön selten waren und Spullerköpfe halt öffentliche Fernsprecher nutzen mußten.</p>
<p>Heute ist das so: der Typ hinter mir in der Bahn, Anfang 20, gestylte Frisur, Kreativbärtchen. Polyphon-Alarm: &#8220;ja, ich bin im Zug.&#8221; (Hat man früher nicht &#8216;Hallo&#8217; gesagt und sich mit Namen gemeldet) &#8220;Wie, ja ich bin im Zug&#8221; &#8211; klar, wenn man nichts hört ruhig lauter sprechen, der vollbesetzte Metronom aus Bremen hört gerne mit. &#8220;Ja, nee&#8221; &#8220;Mit der hab&#8217; ich Schluß gemacht&#8221; (Scheiße, jetzt kommt das ganze Beziehungsgequatsche) &#8220;Nee, ich hab&#8217; gedacht das wird irgendwie noch was &#8230;&#8221; Fünf Minuten aus dem Intimleben des Kreativfurzes hinter mir. &#8220;Ja, hab&#8217; sie denn angerufen und gesagt &#8216;s geht so nicht mehr, hat sie erstmal &#8216;okay für den Augenblick&#8217; gesagt, also versteh&#8217; ich irgendwie nicht.&#8221; Ein Blick über die Schulter beweißt, daß der Lappen hinter mir im Sitz natürlich nicht das Format hat seine &#8216;Beziehung&#8217; im persönlichen Gespräch zu beenden. &#8220;Ja, irgendwie hab&#8217; ich nie Zeit und du jetzt auch nicht mehr, irgendwie Schade&#8221; (Danke, liebe Verfassungsväter, daß ihr das Tragen von Waffen verboten habt) &#8220;Ja, ich werd&#8217; mit der Band am Samstag was machen, ja tschüsssi, ja, wir sehen uns, tschüß.&#8221;</p>
<p>War das noch schön, als es die Dinger noch nicht gab und jeder seinen Sprachmüll ohne den Mitmenschen zu beeinträchtigen in den dafür vorgesehenen gelben Boxen loswerden konnte.</p>
<p>Wir rollen in den rettenden Hauptbahnhof ein, natürlich zu spät &#8211; 2:1 für die Bahn.</p>
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		<title>Automatik-Türen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise ist die Strecke Hamburg-Cuxhaven das Gnadenbrot für längst ausrangierte Züge. Waggons, von denen man glaubte die Reichsbahn hätte sie schon ausgesondert, fristen hier ihr Dasein. Die Versehrtengarde aus Lokomotiven und Waggons einigt ein Sammelsurium an Aufklebern, Bahnverbund Westfalen, Schleswig-Holstein mobil, Netzkarte Großraum Hannover. Ab und an haften auch Streckenpläne aus Rostock in den Wagen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise ist die Strecke Hamburg-Cuxhaven das Gnadenbrot für längst ausrangierte Züge. Waggons, von denen man glaubte die Reichsbahn hätte sie schon ausgesondert, fristen hier ihr Dasein. Die Versehrtengarde aus Lokomotiven und Waggons einigt ein Sammelsurium an Aufklebern, Bahnverbund Westfalen, Schleswig-Holstein mobil, Netzkarte Großraum Hannover. Ab und an haften auch Streckenpläne aus Rostock in den Wagen – die wollten die Dinger auch nicht mehr haben. Manche dieser Volkssturmvehikel erliegen denn auch ob der Belastung wie die Diesellok, die vor zwei Jahren im Bahnhof Buxtehude ausbrannte.</p>
<p>Aber neben diesem bunten Holzklassemix befährt ein Irrläufer diese Strecke. Neu hergerichtet, mit blauen Polstersitzen, Fenstern die sich einfach öffnen lassen und: Automatik-Türen. Diese sind immer wieder Anlaß für heiteren Spaß und ihre Entwicklungsingenieure müssen sich auf die Schenkel geklatscht und eingenässt haben bei deren Entwicklung. Grundsätzlich ist die Idee der Automatik-Tür nicht schlecht. All die zeltgeborenen Nomaden, die während der Reise ruhelos durch die Abteile streifen wie hospitalistische Puma, vermögen in Unkenntnis über die Funktion von Türen diese nicht zu schließen. OK, werden sich die Bahningenieure gedacht haben, öffnete sich die Tür halt auf leichten Druck und schließt sich von alleine wieder.</p>
<p>Der Alltag: Mütterchen auf Reisen mit einem Koffer, der den Hausstand von Großfamilien bergen kann. Energische Ziehen an der Tür, da sie aus Erfahrung weiß, daß die D*..dinger ja immer klemmen. Elastisch schwingen die Türhälften nach rechts und links, das festgeklammerte Mütterchen wird mitgezogen und stürzt faßt über ihre Kofferbarriere. Jetzt muß sie sich erstmal rappeln, packt den Koffer und zerrt ihn durch den eben entstandenen Eingang. Die Türen schwingen zurück. Panisch zerrt sie am Koffer, damit dieser nicht zermalmt wird, stemmt sich mit dem Arm gegen die Tür. Nach Sekunden des hin- und herwogenenden Kampfes schwingen die Türen gnädig zur Seite, mit einem Ruck torkelt die Frau ins Abteil. Alle Fahrgäste schauen angestrengt aus den Fenstern.</p>
<p>Alltag 2: Ärmelloses T-Shirt, unangezündete Fluppe im Mundwinkel, der klassische Kandidat, der Türen grundsätzlich aus weltanschaulichen Erwägungen aufläßt. Tür schwingt auf, durchschreiten. Nun fällt ihm zum ersten Mal im Leben ein, diese wieder zu schließen. Mit aller im Fitness-Studio erarbeiteter Kraft wird nun an den Griffen gerissen und geschoben, bis die Tür gegen den Widerstand der Mechanik geschlossen ist. Mit einem angedeuteten Zucken des Mundwinkels quittiert er seine Leistung und setzt seinen Weg fort.</p>
<p>Alltag 3: Eine Schlange von aussteigenden Fahrgästen durchschreitet die Tür. 3-2-1 &#8211; fallbeilartig sausen die Türen auf die achte Person nieder, die im Austiegsknäuel zwischen den Türen stehenbleiben mußte.</p>
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		<title>DB-Tournament</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[DB und ihre Skyllaköpfe Metronom und S-Bahn auf der einen Seite, alle Stader Pendler auf der anderen Seite führen einen verbissenen, stillen Kampf. Während die Bahn versucht, die maximale Zahl an Fahrgästen durch unkoordinierte Fahrpläne auf ihren Bahnhöfen zu binden, versuchen Bahnbenutzer durch Wegeoptimierung, Spurtstärke oder brachiale Rücksichtslosigkeit die verheißungsvollen Anschlußzüge zu erreichen. Besonderen Reiz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>DB und ihre Skyllaköpfe Metronom und S-Bahn auf der einen Seite, alle Stader Pendler auf der anderen Seite führen einen verbissenen, stillen Kampf. Während die Bahn versucht, die maximale Zahl an Fahrgästen durch unkoordinierte Fahrpläne auf ihren Bahnhöfen zu binden, versuchen Bahnbenutzer durch Wegeoptimierung, Spurtstärke oder brachiale Rücksichtslosigkeit die verheißungsvollen Anschlußzüge zu erreichen. Besonderen Reiz hat die Strecke Stade (Regionalexpress) – Harburg (Metronom) – HH-Haupbahnhof (S-Bahn) in Richtung Aumühle &#8211; ein echter Klassiker. Der Parkur: Stade Abfahrt 16:48 – Ankunft Harburg 17:24 – für Spurtstarke S31 Abfahrt 17:26, ansonsten Metronom 17:31, Ankunft HH-Hauptbahnhof 17:42, danach Anschluß S21 um 17:45. Hört sich einfach an, doch die Bahn arbeitet mit einem ausgeklügelten Konzept.</p>
<p>1.Die Bahn aus Cuxhaven kommt zu spät. Ein relativ seltenes Ereignis, da alle altersschwachen Lokomotiven schon ausgebrandt oder mit Motorschaden liegengeblieben sind.</p>
<p>2.Die Ankunft in Neugraben. Als Sartposition kommt nur der erste Waagon in Frage. Mit einem beherzten Sprint über die S-Bahnbrücke und zwei Treppen kann die rettende S31 direkt zu Hauptbahnhof erreicht werden. Gelingt selten, da der S-Bahn-Kapitän wartet bis die mutigen Pendler das Niemandsland der S-Bahnbrücke erreicht haben und dann losfährt.</p>
<p>Ein weiterer Nachteil: nun sitzt man im ersten Waagon, der beim Halt in Harburg am weitesten von der S-Bahnbrücke entfernt ist.</p>
<p>3.Einfahrt nach Harburg. Auf der Strecke Neugraben liefern sich S-Bahn-Kapitän und Lokomotivführer ein spielerisches Rennen. Ein Blick aus dem Fenster sagt mir, daß die S-Bahn zu dicht auf ist, um sie durch einen Sprint zu erreichen. Bleibt nur der Metronom.</p>
<p>4.Vor der Einfahrt in den Harburger Bahnhof bleibt der Regionalexpress manchmal unmotiviert in Höhe der Kruppwerke stehen. Durch einen launischen Kommentar wird der Fahrgast in Kenntnis gesetzt, daß man auf den Gegenzug warte. Hier nun kann die Hoffnung gänzlich begraben werden, die S31 zu erreichen.</p>
<p>Die S31 in Harburg zu erreichen, ist ein seltener Glücksfall und beweist läuferisches Können, insbesondere die lange Treppenpassage abwährts in den S-Bahnschacht. Also warten auf den Metronom. Der kommt meist recht pünktlich aus Bremen – die Ankunftzeit ist wundersamer Weise sogar um drei Minuten auf 17:30 vorverlegt worden. Dies bot dem Reisenden im Januar und Februar einen komoden Vorsprung im Hauptbahnhof. Mittlerweile vertrödelt die Metronombesatzung diesen Vorsprung mit Panoramaansichten des Hafens und der tristen Siedlungen zwischen Harburg und Hammerbrock.</p>
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		<title>Bahnfenster</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Pendler gewann letzte Woche mit unglaublichem Glück mit 4:0, trotz saisonüblicher Baustellen. Betritt man morgens den Vorortzug nach Stade nachdem die Massen der Stader Pendler sich ihm entwunden haben, schlägt einem mit Wucht die olfaktorische Bugwelle der Gattung Mensch entgegen. Süße Parfumdüfte, nasse Wollkleidung, Fußschweiß, Bier – Bier? und die morgendlichen Körperausdünstungen vermengen sich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Pendler gewann letzte Woche mit unglaublichem Glück mit 4:0, trotz saisonüblicher Baustellen.</p>
<p>Betritt man morgens den Vorortzug nach Stade nachdem die Massen der Stader Pendler sich ihm entwunden haben, schlägt einem mit Wucht die olfaktorische Bugwelle der Gattung Mensch entgegen. Süße Parfumdüfte, nasse Wollkleidung, Fußschweiß, Bier – Bier? und die morgendlichen Körperausdünstungen vermengen sich zu einem Cocktail, das, von einem Metallzylinder umschlossen, UN-Waffeninspektoren sofort als Gasgranate identifizieren würden. Der Wunsch ein Fenster zu öffnen, nimmt nach einer halben Sekunde in dieser Geruchshölle die Gedanken des Pendlers ein. Mit einer flinken Handbewegung wird der Fenstergriff nach unten gezogen – uuuuh. Findige Bahningenieure konnten den Preis der Fenster um 20 Cent drücken, nachdem sie rollfeste Metallzahnräder durch Plastikteile ersetzten. Diese neigen leider dazu, bei sommerlichen Temperaturen zu schmelzen oder außer Form zu geraten. Das rettende Fenster bewegt sich nicht einen Milimeter und verharrt wie angeschweißt in der geschlossenen Position.</p>
<p>Leichteren Personen bis 50 kg Körpergewicht ist es im Allgemeinen nicht möglich diese Fenster zu öffnen. Meist sieht man sie, ähnlich Gibbons, an den Fenstergriffen baumeln. Der Trick zum Öffnen der Fenster besteht darin, mit einem scharfen Ruck nur an jeweils einem Griff zu ziehen. In 90 Prozent der Fälle ruckt das Fenster, danach läßt es sich meist normal öffnen.</p>
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		<title>Büchsbiertag</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Ah, der Sommer kommt wieder. Ist im August doch noch nicht Schluß mit Lustig. Der Pendler sitzt bei gepflegten 35°C Innenraumtemperatur in der S-Bahn, selbstredend an der sonnenbeschienen Fensterseite. Meine Sitzgruppe ist noch wohltuend leer. &#8216;Oder liegt es an mir &#8230; ?&#8217; Prüfend nehme ich die Witterung auf – &#8216;nö, das kann es nicht sein.&#8217; [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ah, der Sommer kommt wieder. Ist im August doch noch nicht Schluß mit Lustig. Der Pendler sitzt bei gepflegten 35°C Innenraumtemperatur in der S-Bahn, selbstredend an der sonnenbeschienen Fensterseite. Meine Sitzgruppe ist noch wohltuend leer. &#8216;Oder liegt es an mir &#8230; ?&#8217; Prüfend nehme ich die Witterung auf – &#8216;nö, das kann es nicht sein.&#8217; Warum fährt die S-Bahn denn nicht los, sollen noch mehr Leute einsteigen. Schon passiert. Ein Herr mit Umhängetasche und 0.5 l – Büchsbiergebinde hält zielsicher auf mich zu. Flatsch! &#8216;Ja, is&#8217; n bißchen wenig Platz hier, soll ich vielleicht noch was halten, Bier ? Oder die Zeitung?&#8217; Becks aus der Dose, viel Spaß. Nächste Station, Berliner Tor, nächster Kandidat, Karlsberg Gebräu, Saarbrücken – im edlen Cola-Limette-Bier 0,5 -Finalizer. Genau das richtige, um schon in der S-Bahn den Tag ausklingen zu lassen. &#8216;Brösel !!!&#8217; – kein Problem, wir sind ja in einer Männerrunde. Mal den mp3-Player etwas lauter machen. Vielleicht liegt es doch an meinem Körpergeruch, meine Frau wird mich sicher fragen, ob ich schon einen genommen habe.</p>
<p>Ich sollte es mir bei eineinhalb Stunden Fahrtzeit überlegen, den Tag schon mal zu nutzen, außerdem gibt es dann auch nie Probleme mit dem Sitzplatz. Was kostet eigentlich die Halbliterdose bei Aldi?</p>
<p>S-Bahn Richtung Aumühle. Sie, adrett sommerlich gekleidet, dazu das farblich abgepaßte Handtäschchen. Fünf Minuten Fahrtzeit, endlich, sie reist mit einer nervösen Handbewegung die Handtasche auf. Ich versuche diskret, durch meine Sonnenbrille abgeschirmt, einen möglichst unbeteiligten Blick an meiner Zeitung vorbei in dieses weitgeöffnete Zeugnis weiblicher Psyche zu werfen.</p>
<p>&#8216;Hey, die ist größer als sie von außen aussieht.&#8217; fährt mir als erster Gedanke durch den Kopf. &#8216;Hm, drei Packungen Taschentücher (ich komme seit Wochen mit einem aus), eine Kollektion an Wimperntusche, obligatorisch das Spiegelchen, eine Puderdose.&#8217; Scheinbar findet sie nicht gleich, was sie sucht und beginnt zu wühlen. &#8216;Ein Notizblock erscheint an der Oberfläche, wirr mit Merkzettelchen bestückt, ein Nokia-Mobiltelefon, sehr feminin in der Farbwahl, bahnt sich seinen Weg nach oben, im Schlepptau ein Halstuch. Die flache schwarze Geldbörse mit dem goldenen Verschluß vielleicht? Nein, die war es auch nicht. Ein kleines Stickset für den Notfall erscheint an der Oberfläche, gefolgt von einem Nagelpflegeset – das war es auch nicht. Was nicht alles so in eine Tasche paßt. Neuer Wühlvorgang. Pillendöschen, Zigarettenetui, Feuerzeug. Auch nicht. Was sucht sie? Reisebügeleisen, begehbaren Reisekoffer, Faltspiegelwand. Schlüsselbund, Brillenetui 1, Brillenetui 2 – ah! Endlich ein Treffer. Eine Sonnenbrille wird formv</p>
<p>ollendet aus dem Täschchen entnommen.&#8217; Bedächtig drehe ich den Kopf wieder dem Zentrum der Zeitung zu. Das Täschchen ist ein echtes Raumwunder, mein Blick fällt abschätzend auf das größere Modell der Dame auf dem Nachbarsitz. Was für Zentnerlasten mag diese Frau wohl schleppen?</p>
<p>Unmerklich und möglichst desinteressiert schweift mein Blick über die weibliche Mitfahrerschaft. 90 Prozent haben eine Handtasche dabei, die einige in putzig verkrampfter Art in der Armbeuge tragen wie es auch meine seelige Großmutter getan hat. Das Täschchen ist immer dabei, auch wenn sonst Koffer, Rucksäcke oder Einkaufstaschen mit unendlichem Stauraum mitgeführt werden.</p>
<p>Das Format der Taschen variiert von der stilvollen, flachen Etuiform bis zu sturmbeutelähnlichen Umschnalltaschen, die mich in Form und Farbe rührig an meine Bundeswehrzeit erinnern und die Urgroßvater in den Ebenen von Flandern zusammen mit Spaten und Hadgranaten auf dem Weg zur anderen Seite der Frontlinie führte.</p>
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		<title>Wie zuhause &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag beginnt schön. Diesig liegt der Morgentau in den Vorgärten und die Sonne scheint schon blaß durch den Hochnebel. Die S-Bahn-Haltestelle wird weiter renoviert – warum eigentlich? Sie war doch noch gar nicht richtig kaputt. Die S-Bahn rollt ein. Hier hört der Tag jäh auf, gut zu sein. Bei der Einfahrt sieht der Pendler [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag beginnt schön. Diesig liegt der Morgentau in den Vorgärten und die Sonne scheint schon blaß durch den Hochnebel. Die S-Bahn-Haltestelle wird weiter renoviert – warum eigentlich? Sie war doch noch gar nicht richtig kaputt. Die S-Bahn rollt ein. Hier hört der Tag jäh auf, gut zu sein. Bei der Einfahrt sieht der Pendler schon, heute wird sein Lieblingsplatz von der Gattung „ich-benehme-mich überall-wie-zuhause“ bevölkert. Da steht er breit im letzten Sitzplatzabteil und wechselt während der Einfahrt des Zuges erstmal das Hemd. Hat wohl heute morgen nicht ganz gereicht. Von dem bisher reichlichen Platzangebot hat er auch regen Gebrauch gemacht. Der Lieblingssitzplatz des Pendlers, belegt durch eine Tasche und eine genüßlich ausgebreitete Kingsize-Schokolade. Der Platz zu seiner Rechten, Ruheort für einen Pilotenkoffer. Die breitbeinige Sitzhaltung und vorgebeugter Oberkörper suggerieren – hier fühle ich mich wohl. Der Pendler beschließt dieses Bild der anmutigen Zufriedenheit nicht durch die Frage: „Ob der Sitzplatz wohl frei ist?“ zu zerstören. Vielleicht ergibt sich ja noch die ein oder andere amüsante Begebenheit.</p>
<p>Abfahrt Richtung Bergedorf, jetzt erstmal stärken. Ein ordentlicher Brocken Schokolade wandert in den Mund. Vergnügt klatscht er sich auf die blaue, ballonseidene Hose. Dazu Trekkingsandaletten – extra groß, immerhin ohne Socken getragen. In Bergedorf füllt sich der Wagen, leider ist die Schattenmacherin heute nicht dabei, wäre eine interessante Begegnung geworden. Allermöhe, jetzt wird es voll. Die ersten Pendler stehen schon, nein, die Sitzplätze werden nicht gräumt. Niemand der zugestiegenen Fahrgäste spricht ihn an. Dickfälligkeit oder nicht alle Latten am Zaun. Ich entscheide mich für dickfällig, da ich gesehen habe, wie er mit seinem mp3-Player umgegangen ist. Sie, blond, Anfang 50 stürzt in den Zug. Der Blick schweift suchend umher. Die deutlich reduzierte Schokolade und das Täschchen markieren stoisch den Platz zur Linken, der Pilotenkoffer den zur Rechten. Die Frau stutzt, sagt aber kein Wort und verläßt den Wagen wieder. Türen schließen, Abfahrt. Die Frau bleibt auf dem Bahnsteig zurück – was war denn das für eine Übersprungsreaktion?</p>
<p>Ich vertiefe mich in den Heise-Artikel über Blogger, dabei entgeht mir wie das „Raumwunder“ seinen Platz nach und nach aufgibt.</p>
<p>Im Übrigen war das „Raumwunder“ ein Omen für einen kunterbunten Tag.</p>
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		<title>Schattenmacher</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Ferienbeginn sieht man andere Pendler. Neuerdings steigt in Bergedorf eine Frau zu, bei deren Eintritt die Sonne verdunkelt wird. Der Gang zwischen den Sitzreihen wird von ihr komplett belegt. Meist zwängt sie sich in den hinteren Wagenteil, in dem ich auch für gewöhnlich sitze. Ihre Handtasche oder ihr Rucksack bleibt regelmäßig in dem Durchgang [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ferienbeginn sieht man andere Pendler. Neuerdings steigt in Bergedorf eine Frau zu, bei deren Eintritt die Sonne verdunkelt wird. Der Gang zwischen den Sitzreihen wird von ihr komplett belegt. Meist zwängt sie sich in den hinteren Wagenteil, in dem ich auch für gewöhnlich sitze. Ihre Handtasche oder ihr Rucksack bleibt regelmäßig in dem Durchgang stecken und mich befällt mehr und mehr die Sorge, daß der Ruck, mit dem sie sich befreit, sie eines Tages in die Reihe der Sitzenden trägt und den Tod über diese bringt.</p>
<p>Nicht minder gefährlich ist ihr Kaffeebecher, der bei der Befreiungsaktion gefährlich in ihrer Hand hin-und-herpendelt. Ich sehe die heiße Plörre eines Tages schon auf meinem Anzug landen. Heute hat die Landung wieder geklappt – gut 110 kg Lebendgewicht, verpackt in ein weites Oberteil, legginartige Hose und birkenstockartige Sandaletten haben sich neben eine zierliche Mitfünfzigerin gewuchtet. Nach der Landung muß sortiert werden, doch der Kaffeebecher in der rechten Hand stört. Kranartig schwenkt der Arm zum Müllbehälter, der als Tisch für die Morgenbrühe genutzt wird. Die zierliche Mitfünfzigerin entschwindet kurzzeitig meinem Blick, bis der rechte Arm wieder zurückschwenkt. &#8216;Gut das S-Bahnen keine scharfe Kurvenfahrten durchführen&#8217; fährt es mir mit Sorge um die zierliche Mitfahrererin durch den Kopf.</p>
<p>Mein Blick fällt auf die transparente Handtasche der Schattenmacherin. Eine Tüte Schokoladenkekse, die sofort mit dem Kaffee runtergespült wird, zwei Packungen Zigaretten (heute ist ja Freitag, muß man ja nicht solange auf &#8216;fe Arbeit sein) und ein Stundenplan. &#8216;Ist sie Lehrerin?&#8217; durchzuckt es mich und vor meinem geistigen Auge taucht Frau Seidenberg, meine ehemalige Kunsterzieherin auf. Im Format meiner morgendlichen Begleiterin nicht unähnlich, sorgte ihr Unterricht in der fünften Klasse für einen ersten Sprung in meinem bis dahin durch die Grundschule geprägtem, makellosen Respekt vor Lehrern.</p>
<p>Mein Blick wandert wieder auf den Artikel über den Kauf von Sat1 durch die Springer AG und streift noch den stabilen, sympathischen Bild-Leser neben mir, der vorhin beim Einstieg in Bergedorf so freundlich die beiden Frauen vor sich zur Seite geschoben hat, um den Eckplatz zu ergattern. Aus welchem Grund wurde die Dinosaurier doch gleich so groß? Wegen des Hirn-Körper-Indexes oder zum Aussterben?</p>
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		<title>Unbeteiligte Männer</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rückfahrt von Neugraben, eine Troika mit Büchsbier steigt zu. Lautstark werden die Plätze zehn Schritt hinter mir eingenommen. Lautstarkes Repitorium des Tages. Ich blicke von der c&#8217;t auf und senke gleich wieder den Blick. Harburg Rathaus – SIE steigt zu. Sehr anmutig, kaffeebraune Haut, Sonnenbrille im hochgesteckten Haar, Mini, ewig lange Beine, rote Lackstiefel. Es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rückfahrt von Neugraben, eine Troika mit Büchsbier steigt zu. Lautstark werden die Plätze zehn Schritt hinter mir eingenommen. Lautstarkes Repitorium des Tages. Ich blicke von der c&#8217;t auf und senke gleich wieder den Blick. Harburg Rathaus – SIE steigt zu. Sehr anmutig, kaffeebraune Haut, Sonnenbrille im hochgesteckten Haar, Mini, ewig lange Beine, rote Lackstiefel. Es tritt die Stille ein, wenn ein Storch neben einem Froschteich landet. Wie zufällig blicke ich von der c&#8217;t hoch und schaue möglichst gelangweilt den Einsteigenden zu. Die Herrn von der Biertroika geben sich entspannt und schauen offen den neuen Passagieren entgegen. Der Kopf des Mitfahrers, der den Zusteigenden den Rücken zudreht, ruckt merklich als dies gazellenhaft Wesen an ihm vorbeistreicht. SIE schreitet nach hinten und nimmt Platz. Ich senke den Kopf, in diesem Augenblick kreuzt sich mein Blicke mit dem des mir zugewandeten Bierpiloten. Er hebt gerade zweimal anerkennend die Augenbrauen in Richtung seiner Kumpels und lächelt. Ein Lächeln huscht auch über mein Gesicht. Kommunikation ohne Sprache, durch Jahrtausende in den Savannen Afrikas optimiert, ermöglicht Männern nun mal den Austausch von Inhalten, die niedergeschrieben gut ein 20-seitiges Dokument ergeben hätten.</p>
<p>Alle Männer des Wagons gehen so natürlich wie möglich ihren Beschäftigungen nach, als hätten sie dieses anmutige Wesen garnicht zur Kenntnis genommen. Ich denke, SIE wird es auch nicht gemerkt haben.</p>
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		<title>Die dunkle Jahreszeit</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Pendler]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem Pendler wird derzeit auf der S21 einiges abverlangt. Heute um 6:45 an der Haltestelle gewesen. Zug fährt um 7:05 ein. Seit Tagen fahren die wie sie wollen. Montag: Freudig Richtung Stammplatz geschlendert. Kurzes Naserümpfen – hat wohl wieder jemand in den Wagen gekotzt. Fängt ja gut an. Zum Glück mußte ich den Gestank nicht [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Pendler wird derzeit auf der S21 einiges abverlangt. Heute um 6:45 an der Haltestelle gewesen. Zug fährt um 7:05 ein. Seit Tagen fahren die wie sie wollen. Montag: Freudig Richtung Stammplatz geschlendert. Kurzes Naserümpfen – hat wohl wieder jemand in den Wagen gekotzt. Fängt ja gut an. Zum Glück mußte ich den Gestank nicht lange ertragen. In Bergedorf ist der Bahnsteig knallvoll. Eine Traube von Menschen ergiest sich in den Wagon. Auf den Nebenplatz hält ein Herr, Anfang 30, und nimmt entschlossen Platz. Mir drückt es den Hals zu – wie kann man am frühen Morgen schon so nach Rauch stinken. Immerhin, es riecht nicht mehr sauer nach Erbrochenem, sondern nach kaltem Rauch. Ich freue mich.</p>
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