<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>(b)Logbuch &#187; Absurdistan(b)Logbuch</title>
	<atom:link href="http://blog.de-em.de/?cat=3&#038;feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.de-em.de</link>
	<description>Mitschnitte des Alltags</description>
	<lastBuildDate>Sun, 23 Nov 2014 14:07:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=4.0</generator>
	<item>
		<title>Sonntag &#8211; Autobahn</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=132</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=132#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 20:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=132</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland hält nicht mehr viele Abenteuer bereit, es sei denn man begibt sich am Sonntag auf die Autobahn, um z.B. seine Eltern zu besuchen. 11:00 Uhr, Außentemperatur bereits 20°C, zu warm für den deutschen Autofahrer. Allsonntäglich tritt der Deutsche den Beweis an, das er zwar das Auto, nicht aber das Autofahren erfunden hat. Hamburg B5, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland hält nicht mehr viele Abenteuer bereit, es sei denn man begibt sich am Sonntag auf die Autobahn, um z.B. seine Eltern zu besuchen. 11:00 Uhr, Außentemperatur bereits 20°C, zu warm für den deutschen Autofahrer. Allsonntäglich tritt der Deutsche den Beweis an, das er zwar das Auto, nicht aber das Autofahren erfunden hat.</p>
<p>Hamburg B5, Begrenzung auf 70 km/h, zwei Spuren. Grüner japanischer Kleinwagen, gepfegte Frau Anfang 50 wechselt unmotiviert mit 80 km/h (70 fährt hier eh keiner) auf die linke Spur. Diese Aktion kontert der Fahrer eines Opel Senator 3.0V6 (oder so) mit ca. 100 km/h durch ein Überholmanöver auf der rechten Spur, das ansatzlos ohne Blinken erfolgt. Alle übrigen Verkehrsteilnehmer werden souverän ausgebremst, der Opelfahrer beweist die natürliche Überlegenheit des Mannes am Steuer.</p>
<p>Ein guter Anfang, da ist noch was drin. A1, Baustelle Billstedt, Begrenzung auf 60 km/h, einer Geschwindigkeit, die der Deutsche auf einer Autobahn nicht akzeptiert. Ein Hinweis an die Straßenmeistereien: hier lassen sich Hundertausende von Steuergeldern sparen, indem Schilder mit Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 60 und 80 nicht mehr angeschafft werden.</p>
<p>In der 60er-Zone wird man flott überholt, allgemeine Richtgeschwindigkeit ist zwischen 90 und 100 km/h. Der Verkehr stockt zumindest nicht.</p>
<p>Hamburg Süd &#8211; langezogene Auffahrt Richtung Süden nach Stillhorn, wieder Begrenzung auf 80 km/h. Im Reisebus aus Stendal beweist der Profi des Kraftverkehrs, daß diese Kurve auch mit 100 km/h genommen werden kann und treibt die ungeübte Sonntagausflugsmeute vor sich her.</p>
<p>Sonntag ist der Tag, der für normale Fahrer noch einige Abenteuer bereihält. Zwei Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber: Gelegenheitsfahrer mit einer Jahreskilometerleistung von 500 km und Vollprofis, die auch noch mit 1,5 Promille das ihnen anvertraute Gefährt beherrschen. Diese interessante Mischung hält immerwieder Kabinettstückchen der deutschen Autofahrerkunst bereit.</p>
<p>Ursprüngliches Datum: 19.06.2005 22.06 Uhr</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=132</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spreeperle</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=128</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=128#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 20:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=128</guid>
		<description><![CDATA[wieder in Berlin, Fahrt zum Haus der Deutschen Wirtschaft. Vor der Rückfahrt noch etwas Zeit am Ostbahnhof. Sieht hier aus als hätte die Rote Armee erst vor eineinhalb Jahren nach zähem Ringen die Stadt im Häuserkampf erobert. Den Rest hat das neue Städtebaukonzept erledigt. Wo sind eigentlich die Milliarden für unsere gehätschelte Hauptstadt geblieben. Okay, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>wieder in Berlin, Fahrt zum Haus der Deutschen Wirtschaft. Vor der Rückfahrt noch etwas Zeit am Ostbahnhof. Sieht hier aus als hätte die Rote Armee erst vor eineinhalb Jahren nach zähem Ringen die Stadt im Häuserkampf erobert. Den Rest hat das neue Städtebaukonzept erledigt. Wo sind eigentlich die Milliarden für unsere gehätschelte Hauptstadt geblieben. Okay, der Anhalter Bahnhof sieht aus als sei er Speers Entwurf der Reichshauptstadt Germania entsprungen. Überhaupt alles eine Spur zu groß hier, paßt also prima zum Selbstverständnis der Stadt. Das (zu große) Kanzleramt, die Ministerien in einer städtebaulichen Wüstenei gelegen. Deutschland, vom Niemandsland aus regiert.</p>
<p>Dazu paßt die Geschichte der Currywurstbude in diesem Bermudadreieck der Stadtplanung. Günstig im Bereich zwischen Reichstag und Ministerien gelegen, erweckte es den Argwohn der Administration. Flugs ein eilendes Lebensmittelkontrolkommando vorbeigeschickt. Diese Zustände, dann keine Toiletten für die Gäste und Zack, weg mit der Konzession. Nun herrschte eine Weile Ruhe, bis einer unserer Hinterbankabgeordneten die Wurstbude vermißt. Gut, also muß die Bude wieder her. Der bisherige Betreiber ist ob der Schließung seiner Erwerbsquelle nun wahrscheinlich bei einem Existenzgründerseminar der IHK Berlin gelandet, die den Vorgang auch interessiert begleitete. Also machen wir mal eine Ausschreibung. Kein schlechtes Geschäftsmodell &#8211; Hechthausen und Kutenholz sei eine ähnliche Praxis bei der Vergabe von innerstädtischen Gewerbeflächen empfohlen. Sicherlich gibt es auch eine EU-Norm für den Betrieb von Currywurstbuden im Innenstadtbereich, die von der Bundesregierung kommagenau umgesetzt wurde, aber wie üblich sechs</p>
<p>Monate zu spät, was ein Bußgeld von 20 Millionen Euro nach sich zog.</p>
<p>Also überboten sich die „besten“ Wurstbräter aus dem Westen und Osten der Stadt für diese 1A-Lage. Auch der Mitbewerber, der gerne mal Schampus zur Wurst reicht, ja da zeigt sich die Weltläufigkeit von Berlin: „Mach mir mal zwei Currywurst, und stell&#8217; noch &#8216;n Schampus zum Dippen hin!“ Der Gedanke an die Berliner Republik läßt mir Schauer über den Rücken laufen.</p>
<p><a title="Currywurst" href=".steuerzahler-berlin.de/?showcat=1&amp;amp;id=95" target="_blank">http://www.steuerzahler-berlin.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=128</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zootiere – Zoobeobachtungen I</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=124</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=124#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=124</guid>
		<description><![CDATA[26.6.05 Sonntag ist ein guter Tag für einen Zoobesuch. Mein Sohn war begeistert als ich seinen Vorschlag annahm. Ich gehe gerne in den Zoo. Wegen der Tiere und auch der von ihnen ignorierten Menschen. Die Anfahrt zeigt, dass Sonntag Vatertag ist. Viele Väter sind mit ihren Sprößlingen unterwegs und man sieht, wie wenig Routine manche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>26.6.05 Sonntag ist ein guter Tag für einen Zoobesuch. Mein Sohn war begeistert als ich seinen Vorschlag annahm. Ich gehe gerne in den Zoo. Wegen der Tiere und auch der von ihnen ignorierten Menschen. Die Anfahrt zeigt, dass Sonntag Vatertag ist. Viele Väter sind mit ihren Sprößlingen unterwegs und man sieht, wie wenig Routine manche meiner Geschlechtskollegen haben. Wir erreichen den Zoo und gerade mit unserem Erscheinen öffnet eine neue Kasse. Statt wie üblich in einer endlosen Reihe zu stehen werden wir sofort bedient. Zuerst ins Troparium. Sehr warm und sehr leer heute – man wird nicht von den Aquarien und Terrarien weggeschoben.</p>
<p>Vor uns in seinem Erdloch ein Grabfrosch. Ein schleimiger, dicker grüner Haufen, der zufrieden in seinem selbstgefertigen Erdloch die Besucher passieren läßt. „Ih, wie eklig“ kommentiert die Frau neben uns das Erscheinungsbild. Tja, was mag der Frosch bei ihrem Anblick wohl denken.</p>
<p>Oranghaus – sehr schön gestaltet, vor allem die dauernden Tropensound-Berieselung. Neben 20 Orang-Utans tummeln sich noch einige Zwergotter im Haus. Kleines rundes Mädchen: „Papa schau mal die Biber!“ Papa widerspricht nicht, hat wohl Schwierigkeiten das Schild zu lesen – Zwergotter (Aonyx). Na das Kind hat ja noch mindestens sieben Jahre Schulzeit vor sich. Ebenfalls im Oranghaus, ein kleiner Imbiß (Currywurst &amp;amp; Co) mit vier Bambustischen. Am äußeren Tisch zwei Frauen (werden die Deutschen eigentlich immer dicker?) und ein kleines Kind. Meistens drehen sie der Anlage den Rücken zu und sehen der unterbezahlten Bratfachkraft bei ihrer schweißtreibenden Arbeit zu. Papa holt Pommes. Blick in die Orang-Anlage:„Guck mal, der Biber.“ Mmmmh, Otter – Biber sind die mit flachgehauenen Schwanz. Biber sind Nager, Otter Marder.</p>
<p>Nächster Versuch, wir stehen in der Nordamerika-Zone. Bisons, Wapiti und kleine erdbewohnende Nager: Präriehunde. Neue Experten treten an das Gehege. Sie zu ihm: „Das sind Erdmännchen,“ das Riesenschild negierend und sich vor 30 versammelten Mitmenschen zum Deppen machend. Lesen wird irgendwie immer uncooler. Erdmännchen sind die mit dem Streifentrikot und den spitzen Nasen.</p>
<p>Kinderspielplatz. Großes Getümmel von Kindern – mindestens 200. Väter durchstreichen das Gewusel nach ihren mutmaßlichen Blagen. Glaubt man neueren Studien sind in bis zu zehn Prozent der Fälle Ernährer und Erzeuger nicht identisch. Ich mach&#8217; mir eine Weile den Spaß und vergleiche Väter und Söhne. War blöd, die Sonnencreme auf die Stirn zu schmieren – die brennt vielleicht in den Augen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=124</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tatoos – Zoobeobachtungen II</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=122</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=122#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=122</guid>
		<description><![CDATA[26.7.05 Ich esse Pommes und beobachte meinen Sohn. Um den Spielplatz hocken Mütter und Väter und schauen dem Treiben der Kleinen zu. Das Bild erinnert an die eben besichtigten Pinguine und Flamingos. Mein Blick streift über die meist jüngeren Väter und Mütter. Eigentlich ist der natürliche Träger von Tätowierungen der indigene Südseebewohner, der damit seinem [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>26.7.05 Ich esse Pommes und beobachte meinen Sohn. Um den Spielplatz hocken Mütter und Väter und schauen dem Treiben der Kleinen zu. Das Bild erinnert an die eben besichtigten Pinguine und Flamingos. Mein Blick streift über die meist jüngeren Väter und Mütter. Eigentlich ist der natürliche Träger von Tätowierungen der indigene Südseebewohner, der damit seinem Konkurrenten vom Nachbareiland seine Stärke beweist, daß es ihm nicht wehtut, sich Farbe ins Gesicht klöppeln zu lassen – oder der Seefahrer, der auf diese Weise die Stationen seiner Reise dokumentiert. Mittlerweile hat aber jede Trulla von nebenan irgendwo so eine Körperverzierung. Von zeitlos schönen Motiven kann nur in den wenigsten Fällen gesprochen werden. Dazu Papa mit hartem Tribal am Oberarm. Was passiert eigentlich mit den Dingern, wenn die Haut schlaffer wird. Wie sehen die trendigen Dinger eigentlich auf achtzigjähriger Haut aus? Ich freue mich jetzt schon aufs Altersheim und meine schrumpligen Mitbewohnerin, die immer noch Arschgeweih tragen.</p>
<p>Was bei vielen 16-jährigen Mädels schon verboten aussieht, entfaltet seine unästethische Schlagkraft erst richtig im Alter.</p>
<p>Die fortgeschrittenen Ladies, die merken das ihre Afterverzierung schon mit 55 nicht mehr so knackig aussieht, lassen sich die ausgedehnte Backstagegravur eventuell weglasern – und müssen feststellen, daß das auch nicht besser aussieht. Da lobe ich mir meinen Opa, der hat seine Tätowierung unterm linken Oberarm 1945 mit einem beherzten Schnitt entfernt. Aber manchen ist ja alles egal, ist sowieso am Arsch. Mahlzeit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=122</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frauenhandtaschen</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=112</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=112#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=112</guid>
		<description><![CDATA[Irgendwann war ein kreatives Modehirn mal auf die Idee gekommen, die etwas größere Variante der Tasche als Bodybag zu verkaufen. Die Käuferin wäre beim Öffnen der eben erworbenen Tasche sicherlich über den Inhalt überrascht, hätte es sich tatsächlich um einen Bodybag gehandelt. Ich widme mich wieder meinem Zeitungsartikel. Was Frauen doch für nutzlose Last rumschleppen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann war ein kreatives Modehirn mal auf die Idee gekommen, die etwas größere Variante der Tasche als Bodybag zu verkaufen. Die Käuferin wäre beim Öffnen der eben erworbenen Tasche sicherlich über den Inhalt überrascht, hätte es sich tatsächlich um einen <a title="Bodybag" href="http://www.awitness.org/bloody/iraq/1bodybag.jpg" target="_blank">Bodybag </a>gehandelt.</p>
<p>Ich widme mich wieder meinem Zeitungsartikel. Was Frauen doch für nutzlose Last rumschleppen. Mir reicht mein Notebook, mein mp3-Player, das Mobiltelefon, der PDA, die Digitalkamera, um die täglichen Prüfungen bestehen zu können.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=112</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DM, 16.1.2006</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=91</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=91#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=91</guid>
		<description><![CDATA[Depeche Mode am 16.1. in der Color Line Arena. Die Vorgruppe „The Bravery“ nahm die versammelte DM-Fangemeinde wie Kinowerbung, man kommt ja wegen des Hauptfilms, also stört das nicht so sehr – Zeit noch ein Bier zu trinken. Die männliche Fähigkeit des Überhören griff nur bedingt, da Bravery gepflegt über 140 dB Dauerpegel lag. Warum [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Depeche Mode am 16.1. in der Color Line Arena. Die Vorgruppe „The Bravery“ nahm die versammelte DM-Fangemeinde wie Kinowerbung, man kommt ja wegen des Hauptfilms, also stört das nicht so sehr – Zeit noch ein Bier zu trinken. Die männliche Fähigkeit des Überhören griff nur bedingt, da Bravery gepflegt über 140 dB Dauerpegel lag. Warum müssen Möchte-gern-Schwermetaller eigentlich immer so blöd mit der Gitarre oder dem Baß rumfuchteln und den Kopf schütteln.</p>
<p>Nachdem Bravery vorüber war und die Roadies in geschäftiger Wichtigkeit deren Instrumente von der Bühne gefegt hatten, kam zum ersten Mal Stimmung auf. Monoton hämmerte ein Rhythmus, der den DM-Fans vom Sampler Remixes bekannt ist. Nach zwei Minuten war das Hamburger Publikum der Extase nahe. Sogar La Ola ging durch die Arena, das Pfeifen und die Hintergrundkulisse schwoll immer wieder zu beträchtlicher Lautstärke an. Für den Hanseaten ein schier unbegreiflicher Temperamentsausbruch, der in einer Eruption mit dem Erscheinen von Dave, Andrew und Martin seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Was dann folgte, war eine Vorstellung aus der Oberliga des internationalen Musikgeschäftes. Perfekt im Arrangement, Darbietung, optischen Effekten und Ausführung. Höhepunkt: Enjoy the Silence – allein das Auftauchen einer gekrizlten Krone auf dem Bildschirm löste frenetischen Jubel aus. Dann gingen die Jungs von der Bühne und einige aus dem Publikum nach Hause – Pech. Denn zweimal kamen DM noch auf die Bühne und spielten Stück wie Everything Counts – ich dachte, sie spielen das live garnicht mehr. Dave brauchte auch nicht selber zu singen, sondern hielt das Micro ins Publikum. Krieg&#8217; ich jetzt eigentlich noch Geld raus?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fazit: ich sah mit meinem übergestülptem DM-Tour-T-Shirt wie ein Depp aus und habe auch immer wie einer mitgesungen. Dave, Martin und Andrew sind älter geworden, das Publikum aber auch, obwohl einige noch immer tapfer in Schwarz kommen. Nach dem Konzert haben Ulla und ich uns immer angeguckt und gefragt, ob der andere was gesagt hat – aber sollte DM in fünf Jahren wieder touren &#8230; zahle ich auch 100 Euro für den Sch&#8230;eintritt, aber bitte &#8230; bitte versteigert den Platz der Vorgruppe nicht wieder bei ebay.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anbei die Playlist für das zweite Konzert in der Color Line Arena, Hamburg, 16.1.2006:</p>
<p>Intro</p>
<p>A Pain That I’m Used To</p>
<p>John The Revelator</p>
<p>A Question Of Time</p>
<p>Policy Of Truth</p>
<p>Precious</p>
<p>Walking In My Shoes</p>
<p>Suffer Well</p>
<p>Damaged People</p>
<p>Home</p>
<p>I Want It All</p>
<p>The Sinner In Me</p>
<p>I Feel You</p>
<p>Behind The Wheel</p>
<p>World In My Eyes</p>
<p>Personal Jesus</p>
<p>Enjoy The Silence</p>
<p>A Question Of Lust</p>
<p>Just Can’t Get Enough</p>
<p>Everything Counts</p>
<p>Never Let Me Down Again</p>
<p>Goodnight Lovers</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=91</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Läufer sind die besseren Biker</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=85</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=85#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=85</guid>
		<description><![CDATA[Der 20. Mai rückt näher, das große Fußballturnier. Mein Lauftraining setze ich regelmäßig alle 2-3 Tage fort. Gebracht hat es nichts wie mir die tonnenschweren Beine bewußt machen, auf denen ich seit unserem Testspiel vom Montag wanken muß. Was für ein Sch&#8230;muskelkater. Zwei Stunden Indoor waren doch ein bißchen viel. Aber zurück zum Lauftraining. Wenn [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der 20. Mai rückt näher, das große Fußballturnier. Mein Lauftraining setze ich regelmäßig alle 2-3 Tage fort. Gebracht hat es nichts wie mir die tonnenschweren Beine bewußt machen, auf denen ich seit unserem Testspiel vom Montag wanken muß. Was für ein Sch&#8230;muskelkater. Zwei Stunden Indoor waren doch ein bißchen viel.</p>
<p>Aber zurück zum Lauftraining. Wenn man so über Felder und Wiesen joggt, grüßen auf einmal wildfremde Menschen. Papageigrelle Geschöpfe mit gelben, schrittengen Leggins und silbrigen Nikeschuhen mit integrierten Fußgeruch von Ben Johnson. Kenne ich solche Menschen? In meinem schlabbrigen Trainingsanzug mit übergeworfener Kaputze sehe ich eher wie die gestreckte Version von Sylvester Stoned in Knocky IX aus – nur abgekommener. Freundlich hebe ich die Hand zum Gruß und fühle mich gleich an die Biker erinnert, jene verschworene Gemeinschaft der Freeway-Flyer, jene Rebellen und harten Kerls des Alltags. Mit lässiger Handbewegung signalisieren sich diese Renegaten des 20. Jahrhunderts, das sie in jeder Kurve dem Tod ins Gesicht lächeln.</p>
<p>Dabei ist mir aufgefallen, daß dieser lässige Gruß in letzter Zeit immer häufiger unter der Zweiradzunft wegfällt. Das mag zum einen daran liegen, daß die Jockeys der Muscle-bikes, Jogurtbecher und giftigen Streetfigther bei 260 km/h ungern die Hand vom Lenker nehmen. Schlichtweg nimmt man auch nicht mehr wahr, was einem mit 260 Kaemha entgegenkommt. Wenn ich stehe und etwas mit 520 km/h an mir vorbeifliegt sehe ich nicht mehr was das war.</p>
<p>Ein anderer Grund: Fuhren früher echt harte Jungs wie die Hells Angels die Karren, die in Millwaukee vom Band fallen, so sind das heutzutage nur noch Leute, die bei Stückpreisen ab 30.000 Euro ohne Funktionsgarantie mitbieten können. Anwälte, Zahnärzte, echte Kreative. Und da kostet jede Handbewegung. Ein lässiger Gruß eines 45-jährigen Anwalts auf seiner Harley „Electra Shadow Glide Slow Edition“ zieht dann schon mal &#8216;ne Kostennote von 250 Euro nach sich. Besser, die grüßen nicht und ziehen stumpf ihre Runden um die angesagte Eisdiele.</p>
<p>So verkommen die Symbole der letzten Rebellen.</p>
<p>Wie schön, das Läufer die Tradition der Straße nun fortführen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=85</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Generationskonflikt</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=83</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=83#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=83</guid>
		<description><![CDATA[Mein neunjähriger Sohn findet Depeche Mode gut. Ich auch. Deutscher Betroffenheits-Pop amüsiert ihn, da jeden Samstagmorgen Xavier heult, wenn ich mein Brötchen aufschneide: „Dieser Weg wird kein leichter sein …“ Belustigt dreht er das Radio leiser, wenn ich einstimme. Juli oder August ist schon grenzwertig. Er findet es gut, ich ertragbar. Neulich war seine Schulfreundin [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein neunjähriger Sohn findet Depeche Mode gut. Ich auch. Deutscher Betroffenheits-Pop amüsiert ihn, da jeden Samstagmorgen Xavier heult, wenn ich mein Brötchen aufschneide: „Dieser Weg wird kein leichter sein …“ Belustigt dreht er das Radio leiser, wenn ich einstimme. Juli oder August ist schon grenzwertig. Er findet es gut, ich ertragbar.</p>
<p>Neulich war seine Schulfreundin hier und hat ihre Lieblings-CD mitgebracht. Gerade zur Tür hereingekommen, empfängt mich eine piepsende, überschlagende Kinderstimme: „Schreeeiii, bis du sechs bist, Schreeeeiiiiii, Schreeeeiiiiäh …“</p>
<p>Wie vor den Kopf gestoßen, bleibe ich stehen. „He Papa, das ist Tokyo-Hotel, cool `ne?“ D A S ist Tokyo-Hotel – S C H E …. Blick aufs Cover. Himmel hilf. „Coole Frisur“ antworte ich, um im Gespräch zu bleiben. Ich tausche einen langen Blick mit meiner Frau aus. ‚Wenn Hendrik irgendwann mal zu Tokyo-Hotel will, gehst DU mit ihm!’ ‚Nein, DU’. Wir einigen uns, das Hendrik ein Live-Concert von TH nicht besuchen wird und hoffen, dass die Band alsbald die Grätsche macht.</p>
<p>Meine Eltern fanden Herbert Grönemeyer auch doof: „Der kann garnicht singen“ – stimmt, hat er auch nie behauptet. Aber seine Texte waren genial gereimt und nicht immer ernst gemeint wie von Freund Xavier. Und in puncto Anarchie war Trio kaum zu überbieten – war auch nicht ernst gemeint.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=83</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Bär</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=63</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=63#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=63</guid>
		<description><![CDATA[Schlagzeile Hamburger Abendblatt: Um 4:50 Uhr streckten sie ihn nieder – darunter ein Bild: Plüschbär mit Puschelohren sitzt in der Wiese und schaut treuherzig in die Kamera. Sieht ein bißchen nach Bärenmarke Milchreklame aus. Bären sind keine tappsigen Kuscheltierchen, sondern der größte Predator Mitteleuropas – und völlig humorlos. JJ1 hat das mehrmals bewiesen. OK, der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schlagzeile Hamburger Abendblatt: Um 4:50 Uhr streckten sie ihn nieder – darunter ein Bild: Plüschbär mit Puschelohren sitzt in der Wiese und schaut treuherzig in die Kamera. Sieht ein bißchen nach Bärenmarke Milchreklame aus.</p>
<p>Bären sind keine tappsigen Kuscheltierchen, sondern der größte Predator Mitteleuropas – und völlig humorlos. JJ1 hat das mehrmals bewiesen. OK, der Schaden an Nutztieren hätte durch das zuständige Ministerium geregelt werden können. Aber was ist mit hirnlosen Zivilisationsfredis, die den Umgang mit echten Wildtieren nach 80 Generationen Steinbehausungen, sechs Generationen Fernsehen und einer Generation Gameboy total vergessen haben. Bären sind nicht die weiche Einschlafhilfe für Kinder. Man muß den letzten Schuß ja wohl auch nicht gehört haben, wenn man auf die Wahnsinnsidee kommt einen Bären mit einem Fahrrad zu verfolgen. Den drei Downhill-Veloisten war wohl nicht ganz klar, dass der Bär sie auf dem Waldweg in einem kurzen Sprint, bei dem er mühelos auf 50 km/h beschleunigt, erreicht hätte und ihnen gehörig den Ar… aufgerissen hätte.</p>
<p>Welche Schlagzeile hätten wir dann? Erschießt die Killerbestie? Die normale Reaktion auf Bärenspuren sollte die Änderung der Laufrichtung um 180° sein. Es sei denn, es treibt einen wissenschaftliches Interesse oder Jagdeifer.</p>
<p>Wölfe und Luchse sind problemlos, da sie gelernt haben, dem Menschen auszuweichen. Bären weichen im Zweifel nicht. Das Zusammenleben mit ihnen müssen beide wieder üben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=63</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cool</title>
		<link>http://blog.de-em.de/?p=55</link>
		<comments>http://blog.de-em.de/?p=55#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Derek]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.de-em.de/?p=55</guid>
		<description><![CDATA[Berlin Hauptbahnhof – heute erfahren das Bahnhof Zoo schon gesprengt wurde. Sitze nun im Tiefparterre des neuen Hbf Berlin. Paßt prima in die Stadt, mal wieder `ne Spur zu groß. Labyrinthartige Rolltreppenkonstruktion mit Eschereffekt. Vor mir zwei Zeitgnossen, lässige Körperhaltung, der eine mit Rastafrisur, der andere mit Glatze. Voll individuell beide mit rotem T-Shirt und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin Hauptbahnhof – heute erfahren das Bahnhof Zoo schon gesprengt wurde. Sitze nun im Tiefparterre des neuen Hbf Berlin. Paßt prima in die Stadt, mal wieder `ne Spur zu groß.</p>
<p>Labyrinthartige Rolltreppenkonstruktion mit Eschereffekt. Vor mir zwei Zeitgnossen, lässige Körperhaltung, der eine mit Rastafrisur, der andere mit Glatze. Voll individuell beide mit rotem T-Shirt und beiger Dreiviertelhose und mit Ökosandalleten bewehrt. Linker Fuß cool auf den Rand der Rolltreppe gestellt, schmiergelt sie am frisch polierten Alu hinunter. Über den Notausknopf, kurzer akkustischer Alarm, die Treppe steht – cool!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.de-em.de/?feed=rss2&#038;p=55</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
